Versicherungstipp - Deutsche Handwerkerauskunft

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Versicherungstipp

Kanal-, Rohrreinigung

Rohrbruch - und jetzt?


Vermeiden Sie Streit um Reparatur- und/oder Sanierungs-Kosten!

Viele Kommunen stellten fest, dass etwa 65 Prozent aller Abwasserleitungen auf privaten Grundstücken undicht sind.
Marode Grundleitungen sind eine Gefahr für das Grundwasser. Deshalb müssen sie laut Gesetz bundesweit auf Schäden überprüft werden.

Wer trägt die Kosten der Reparatur bzw. Sanierung?

Viele Hauseigentümer streiten deswegen mit ihren Versicherungen. Ein Blick in die Versicherungsbedingungen schafft hier aber für Klarheit.
Prüfen Sie daher Ihre Police  ob sie Reparaturen defekter Abwasserleitungen abdeckt,  denn in den Versicherungsbedingungen ab dem Jahr 2000 ist dies nicht mehr enthalten.

Die Deckung der Kosten setzt voraus:

Der Defekt an der Abwasserleitung muss grundsätzlich dem versicherten Schadenbild entsprechen. Dies beinhaltet ausschließlich Brüche.
Bei Altverträgen mit Versicherungsbedingungen vor dem Jahr 2000 müssen die Versicherungen in der Regel zahlen.
Ab dem Jahr 2000 muss eine Police eine "erweiterte Versicherung von Ableitungsrohren auf dem versicherten Grundstück" enthalten. Solche Erweiterung bieten derzeit nur noch wenige Gebäudeversicherer an, aber dann zu spürbaren Preisaufschlägen.

Folgende Punkte sollten Sie zusätzlich beachten:

Generell nicht versichert sind undichte Muffen und Muffenversätze und damit das häufigste Schadenbild in der Grundleitung. Das Gleiche gilt für Risse und Korrosionsschäden. Beachten Sie: Wurzeleinwuchs ist die Folge von Undichtheit, nicht ihre Ursache! Brüche, verursacht durch Wurzeleinwuchs, sind versichert!
In seltenen Fällen bieten Gebäudeversicherungen auch Schutz nach Klausel 7263 VGB an. Diese beinhaltet den "erweiterten Versicherungsschutz für Abwasserrohre außerhalb des versicherten Grundstücks". Das ist immer dann interessant, wenn der Grundstückseigentümer gemäß Abwassersatzung seiner Kommune auch für den Hausanschlusskanal bis zum öffentlichen Hauptkanal verantwortlich ist.

Eine nicht bestandene Dichtheitsprüfung ist noch lange kein gedeckter Versicherungsschaden! Die Deckung setzt hinreichende Schadendokumentation vorraus. Das heißt: Durchführung einer TV-Inspektion mit Video-Dokumentation. Hier gilt der Grundsatz: Keine Dokumentation - keine Leistung!
Übrigens: Die gesamten Kosten einer TV-Inspektion sind im Versicherungsfall mit abgedeckt.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
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